RECHTLICHES
Allgemeine Geschäftsbedingungen der Winter Media GmbH
Stand: 26.10.2026
§ 1 Geltungsbereich und Begriffe
(1) Diese Bedingungen gelten für alle Verträge der Winter Media GmbH, Josef-Gesing-Straße 10, 15234 Frankfurt (Oder) („Winter Media”) über Leistungen der Fachkräfte- und Mitarbeitergewinnung sowie des Social-Media-, Content- und Performance-Marketings.
(2) Sie gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB), juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Der Kunde sichert mit Vertragsschluss zu, zu gewerblichen oder selbständigen beruflichen Zwecken zu handeln; Winter Media kann hierfür einen Nachweis verlangen.
(3) Angebot ist das vom Kunden angenommene Angebot von Winter Media samt aller darin genannten Anlagen. Es legt Leistungsumfang, Stellenprofil, Standort, Laufzeit, Vergütung und etwaige Zusagen fest.
(4) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn Winter Media ihnen in Textform zugestimmt hat. Bei Widersprüchen gilt in dieser Reihenfolge: individuelle Abrede, unterzeichnetes Angebot, diese Bedingungen.
(5) Maßgeblich ist die bei Vertragsschluss gültige Fassung; für früher geschlossene Verträge gilt die jeweils damalige. Die aktuelle Fassung ist unter wintermedia.de/agb abrufbar.
(6) Werktage sind Montag bis Freitag mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage am Sitz von Winter Media. Fristen, die ein im Kandidatenportal protokolliertes Ereignis auslöst, beginnen am Tag nach dem protokollierten Zeitstempel.
§ 2 Leistungen und Rechtsnatur
(1) Der Leistungsumfang ergibt sich abschließend aus dem Angebot. Er umfasst je nach Vereinbarung den Aufbau und Betrieb des Recruiting-Systems „Talent Foundry Pro” mit aktiver Kandidatenansprache, Vorqualifizierung und laufendem Bewerberfluss, den Aufbau eines Bewerberpools, den Betrieb des Kandidatenportals, die Begleitung des Kunden im Besetzungsprozess sowie ergänzend Positionierung, Content-Produktion und Anzeigenschaltung. Das Kandidatenportal ist die vereinbarte Plattform für die Übermittlung von Kandidatenprofilen, die Pflege des Bearbeitungsstands und den Austausch der erforderlichen Informationen (Absatz 7).
(2) Sämtliche Leistungen sind Dienstleistungen (§§ 611 ff. BGB). Winter Media schuldet die vereinbarte Tätigkeit, nicht einen wirtschaftlichen Erfolg wie Umsatz, Reichweite oder eine bestimmte Zahl an Leads, Bewerbungen oder Einstellungen. Zielgrößen im Angebot sind Zusagen allein nach Maßgabe des § 9 und begründen keine Beschaffenheitsgarantie (§§ 276 Abs. 1, 443 BGB).
(3) Winter Media bestimmt die Art der Leistungserbringung nach billigem Ermessen (§ 315 BGB), insbesondere Suchkanäle, Formate, Veröffentlichungszeitpunkte und die Reihenfolge der Kandidatenvorstellung. Ein Anspruch auf bestimmte Formate, Plattformen oder einen bestimmten Bearbeiter besteht nicht.
(4) Winter Media darf Erfüllungsgehilfen und Subunternehmer einsetzen und bleibt für die ordnungsgemäße Erfüllung verantwortlich.
(5) Winter Media betreibt keine Arbeitnehmerüberlassung, übernimmt keine arbeitsrechtliche Verantwortung für vermittelte Kandidaten und erbringt keine Rechtsberatung.
(6) Erbringt Winter Media im Einzelfall abgrenzbare Werkleistungen, insbesondere Foto-, Video- oder Grafikproduktion, gilt die Teilleistung als abgenommen, wenn der Kunde nicht innerhalb von sieben (7) Werktagen nach Aufforderung konkrete wesentliche Mängel in Textform benennt. Nutzung oder Veröffentlichung gilt ebenfalls als Abnahme. Bloßes Nichtgefallen bei eingehaltenen Vorgaben ist kein Mangel.
(7) Kandidatenportal. Winter Media stellt dem Kunden für die Dauer der Zusammenarbeit sowie für die Dauer eines laufenden Einstellungsfensters (§ 9.3) und einer Nachbesetzung (§ 10) einen Zugang zum Kandidatenportal („Talent-Foundry-Pro-Engine”) bereit. Darüber werden Kandidatenprofile übermittelt, der Bearbeitungsstatus gepflegt, die Einschätzung des Kunden erfasst und die erforderlichen Informationen ausgetauscht. Die Übermittlung von Kandidatenprofilen erfolgt ausschließlich über das Portal (§ 8 Abs. 1).
(8) Das Portal ist das zwischen den Parteien vereinbarte System zur Dokumentation der Zusammenarbeit. Die dort protokollierten Vorgänge, Statusänderungen, Einschätzungen und Zeitstempel dienen als Nachweis für die Übermittlung von Kandidatenprofilen, deren Zeitpunkt und Bearbeitung sowie für die Erfüllung der Pflichten nach § 7. Der Kunde stimmt der Protokollierung zu; der Gegenbeweis bleibt jeder Partei unbenommen. Ist das Portal vorübergehend nicht verfügbar, verlängern sich die hiervon betroffenen Fristen um die Dauer der Nichtverfügbarkeit.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Darstellungen auf Webseiten, in sozialen Netzwerken oder in Werbung sind kein verbindliches Angebot.
(2) Der Vertrag kommt zustande durch Unterzeichnung des Angebots, auch elektronisch, durch Bestätigung in Textform oder durch mündliche Zusage mit anschließender Auftragsbestätigung von Winter Media.
(3) Telefonate und Videokonferenzen dürfen zu Beweiszwecken aufgezeichnet werden, soweit der Kunde zuvor ausdrücklich zugestimmt hat.
(4) Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nicht, da Winter Media ausschließlich mit Unternehmern kontrahiert. Ein vertragliches Widerrufs- oder Rücktrittsrecht besteht nur, soweit das Angebot es ausdrücklich einräumt. § 312i Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BGB findet keine Anwendung.
(5) Ein eingeräumtes vertragliches Widerrufs- oder Rücktrittsrecht besteht nur bis zum Beginn der Leistungserbringung und erlischt mit diesem, spätestens mit dem Onboarding (Startschuss- bzw. Stellenprofil-Meeting). Als Beginn gelten insbesondere die Aufnahme des Stellenprofils, die Einrichtung des Kandidatenportals und der Start der Kandidatenansprache. Nimmt der Kunde innerhalb der Frist einen Onboarding-Termin wahr, verlangt er damit den vorzeitigen Leistungsbeginn und ist mit dem Erlöschen einverstanden. Ab dem Onboarding ist ein Widerruf ausgeschlossen.
(6) Bei wirksamem Widerruf entfallen die beiderseitigen Leistungspflichten; gezahlte Vergütung wird erstattet. Fremd- und Werbekosten nach § 4 werden nicht erstattet, soweit sie bereits angefallen oder verbindlich beauftragt sind. Ansprüche aus Zusagen nach §§ 9 und 10 entstehen nicht.
§ 4 Media-, Werbe- und Drittkosten
(1) Ein im Angebot ausgewiesenes Media-, Software- oder IT-Budget ist ein kalkulatorischer Richtwert für den genannten Leistungszeitraum, kein zugesicherter Festbetrag und kein Guthaben. Ein nicht verbrauchter Teil wird weder ausgezahlt noch übertragen.
(2) Winter Media setzt das Budget nach billigem Ermessen (§ 315 BGB) zur Steuerung des Bewerberflusses ein und kann es über die Laufzeit ungleichmäßig verteilen.
(3) Reicht das Budget nach fachlicher Einschätzung nicht aus, um das im Angebot benannte Ziel zu erreichen, etwa wegen gestiegener Plattformpreise, schwieriger Kandidatenlage, ländlicher Lage oder eines eng gefassten Stellenprofils, kann Winter Media eine Budgeterhöhung empfehlen. Die Empfehlung kann mündlich, telefonisch oder über den vereinbarten Kommunikationskanal erfolgen; Winter Media vermerkt sie mit Datum, Betrag, Zeitraum und erwartetem Effekt im Kandidatenportal und weist auf die Folge nach Absatz 4 hin.
(4) Der Kunde entscheidet frei. Lehnt er die Erhöhung ab oder äußert er sich nicht innerhalb von fünf (5) Werktagen, setzt Winter Media die Leistung mit dem bisherigen Budget fort; eine Zusage nach § 9 entfällt für die betreffende Stelle, soweit die Erhöhung für das Erreichen des Ziels ursächlich gewesen wäre.
(5) Eine angenommene Budgeterhöhung wird gesondert berechnet und ist vor Einsatz zu zahlen.
(6) Fremdkosten wie AdSpend, Plattform- und Softwaregebühren, Stellenportale und Kosten externer Partnernetzwerke gelten mit ihrer Verwendung als verbraucht. Bei kostenloser Weiterarbeit trägt sie der Kunde; ob sie im Fall einer Rückerstattung miterstattet werden, richtet sich nach § 9.7 Abs. 1.
§ 5 Vergütung, Fälligkeit und Zahlungsplan
(1) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Bei Sitz im EU-Ausland gilt das Reverse-Charge-Verfahren nach Maßgabe des Angebots.
(2) Einmalige und initiale Leistungen sowie eine etwaige Einrichtungspauschale sind mit Vertragsschluss vollständig fällig und vorab zu zahlen. Die Einrichtungspauschale fällt im Verlängerungsfall nicht erneut an.
(3) Laufende monatliche Leistungen werden, soweit nicht anders vereinbart, monatlich im Voraus berechnet; der Kunde ist zur Vorleistung verpflichtet. Rechnungen sind binnen sieben (7) Tagen ohne Abzug zu zahlen. Mit Ablauf der Zahlungsfrist tritt Verzug ohne Mahnung ein.
(4) Der Vergütungsanspruch besteht unabhängig davon, ob der Kunde mitwirkt, die Leistungen abruft oder eine Unterbrechung veranlasst, die Winter Media nicht zu vertreten hat.
(5) Gezahlt wird per Überweisung, SEPA-Lastschrift, GoCardless oder Vorkasse. Bei Lastschrift erteilt der Kunde das Mandat binnen sieben (7) Tagen nach Vertragsschluss. Bei Rücklastschriften gleicht er den Betrag binnen drei (3) Werktagen aus und trägt die Bankgebühren, soweit er die Rückbuchung zu vertreten hat.
(6) Bei Zahlungsverzug kann Winter Media die Leistungen bis zum vollständigen Ausgleich aussetzen; der Vergütungsanspruch bleibt bestehen. Bei Verzug von mehr als dreißig (30) Tagen kann Winter Media außerordentlich kündigen; in diesem Fall wird die Vergütung für die gesamte vereinbarte Laufzeit sofort fällig, abzüglich ersparter Aufwendungen.
(7) Ratenzahlung wird nur gewährt, wenn das Angebot sie vorsieht. Gerät der Kunde mit mindestens zwei Raten ganz oder teilweise in Verzug, wird die gesamte offene Vergütung sofort fällig. Winter Media erbringt die Leistung in diesem Fall weiter; eine Anrechnung ersparter Aufwendungen findet nur im Fall des Absatzes 6 statt.
(8) Ist eine Rate im Angebot an eine erfolgreiche Einstellung geknüpft, ist sie mit Ablauf der vereinbarten Laufzeit fällig. Winter Media stundet sie bis zur beidseitigen Unterzeichnung eines Arbeitsvertrags mit einem Kandidaten (§ 8), längstens bis zum Ablauf des Einstellungsfensters (§ 9.3). Die Stundung ist unentgeltlich; während ihrer Dauer fallen keine Zinsen an und der Kunde kommt mit dieser Rate nicht in Verzug.
(9) Die Stundung entfällt, wenn eine Zusage nach § 9.9 wegen einer vom Kunden zu vertretenden Pflichtverletzung erlischt. Die Rate ist dann mit Ablauf des letzten Tages der vereinbarten Laufzeit fällig, frühestens mit Zugang der Anzeige nach § 9.9 Abs. 3. Sie entfällt ferner, wenn der Kunde eine andere fällige Zahlung nicht innerhalb von sieben (7) Tagen nach Zugang einer Mahnung ausgleicht.
(10) Meldet der Kunde eine Einstellung nicht nach § 8 Abs. 2, endet die Stundung rückwirkend mit dem Tag der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags; Verzugszinsen laufen ab diesem Tag.
(11) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen oder ein Zurückbehaltungsrecht ausüben.
§ 6 Laufzeit, Verlängerung und Kündigung
(1) Der Vertrag beginnt mit dem im Angebot genannten Startdatum, andernfalls mit beidseitiger Unterzeichnung. Die operative Leistungserbringung und das Einstellungsfenster (§ 9.3) beginnen mit dem Onboarding, das den Eingang der ersten Rechnung und die Mitwirkung nach § 7.1 voraussetzt. Verzögert der Kunde Zahlung oder Mitwirkung, verlängert sich die Laufzeit dadurch nicht.
(2) Die Mindestlaufzeit ergibt sich aus dem Angebot; fehlt eine Angabe, gilt eine Laufzeit von drei (3) Monaten.
(3) Der Vertrag verlängert sich nur automatisch, wenn das Angebot dies ausdrücklich vorsieht. Dann verlängert er sich um den dort genannten Zeitraum zu gleichen Konditionen, sofern er nicht fristgerecht in Textform gekündigt wird. Enthält das Angebot keine Verlängerungsklausel, endet der Vertrag mit Ablauf der Mindestlaufzeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf.
(4) Die ordentliche Kündigung vor Ablauf der Mindestlaufzeit sowie zwischen Vertragsschluss und Betreuungsbeginn ist ausgeschlossen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§§ 314, 626 BGB) bleibt beiden Parteien erhalten.
(5) Wünscht der Kunde eine begonnene Leistung vorzeitig nicht mehr, bleibt die Vergütung für die volle Mindestlaufzeit geschuldet; gezahlte Vergütung wird nicht erstattet und Zusagen nach § 9 entfallen für die betreffende Stelle.
(6) Eine einmalige Umstellung des Recruiting-Systems auf ein anderes Stellenprofil ist gegen eine Pauschale von 1.500 € netto möglich. Laufzeit und Einstellungsfenster beginnen dadurch nicht neu; die Zusage bezieht sich ab der Umstellung ausschließlich auf das neue Stellenprofil.
(7) Kündigungen bedürfen der Textform (§ 126b BGB).
§ 7 Mitwirkung des Kunden
7.1 Zum Start
(1) Der Kunde benennt einen festen Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis, nimmt am Onboarding teil und übermittelt ein vollständiges Stellenprofil, insbesondere zu Aufgaben, Qualifikationen, Arbeitszeitmodell, Standort und Gehaltsband. Er stimmt zu, dass Winter Media Gehaltsband und wesentliche Rahmenbedingungen gegenüber Kandidaten nennt.
(2) Die arbeitsvertraglichen Bedingungen, insbesondere Gehalt, Arbeitszeit, Urlaub, Zuschläge, Benefits und Standortbedingungen, sind marktgerecht und wettbewerbsfähig auszugestalten und entsprechen den im Onboarding festgelegten Angaben. Werden sie während der Laufzeit zum Nachteil der Bewerber verändert, gilt § 9.9 Abs. 2.
7.2 Während der Zusammenarbeit
Der Kunde verpflichtet sich:
a) Kontaktaufnahme und Gesprächstermine. Jeden übermittelten Kandidaten innerhalb von zwei (2) Werktagen telefonisch zu kontaktieren und dabei bis zu drei (3) Anrufversuche zu unternehmen; wird der Kandidat beim ersten Versuch erreicht, genügt dieser. Interessierten Kandidaten, die er nicht nach § 9.6 Abs. 2 beanstandet, bietet er innerhalb von fünf (5) Werktagen nach Erstkontakt ein Vorstellungsgespräch an.
b) Portalpflege und Rückmeldung. Jeden Kandidaten im Portal zu bewerten, Kontaktversuche und Gesprächstermine einzutragen, den Bearbeitungsstand spätestens drei (3) Werktage nach jedem Prozessschritt zu aktualisieren und das Ergebnis jedes Bewerbergesprächs innerhalb von zwei (2) Werktagen nachvollziehbar zu vermerken. Die Zugangsdaten bewahrt er sorgfältig auf und gibt sie nicht an Dritte weiter.
c) Erreichbarkeit und Strategietreue. In der eingerichteten WhatsApp-Gruppe oder dem vereinbarten Kommunikationskanal erreichbar zu bleiben, Anrufe innerhalb eines (1) Werktages anzunehmen oder zurückzurufen, an vereinbarten Update-Terminen teilzunehmen, die im Onboarding festgelegte Strategie und die laufenden Empfehlungen umzusetzen und den Bewerberfluss, Werbekonten, Kanäle, Bewerbungsformulare, Landingpages oder Terminprozesse nicht ohne Abstimmung zu deaktivieren, zu stoppen, zu löschen oder wesentlich zu ändern.
d) Rückmeldung zum Kandidaten. Zu jedem übermittelten Kandidaten innerhalb von drei (3) Werktagen im Portal zurückzumelden, ob und wie er das Verfahren mit ihm fortsetzt. Für eine Beanstandung als nicht qualifiziert gilt § 9.6 Abs. 2.
7.3 Allgemein
(1) Der Kunde ist für Richtigkeit und Rechtmäßigkeit seiner Angaben verantwortlich, insbesondere für die Vereinbarkeit mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Winter Media kann die Suche verweigern, bis diskriminierende oder rechtswidrige Anforderungen angepasst sind; Ansprüche des Kunden entstehen hieraus nicht.
(2) Winter Media berät zur Marktgängigkeit des Stellenprofils und weist auf Anforderungen hin, die den erreichbaren Kandidatenkreis wesentlich verengen. Hält der Kunde an solchen Anforderungen fest, obwohl Winter Media abgeraten hat, oder verengt er das Profil nachträglich, entfällt eine Zusage nach § 9 für die betreffende Stelle, soweit die Einschränkung für das Nichterreichen ursächlich war. Winter Media vermerkt Empfehlung und Entscheidung im Portal. Anforderungen, die an ein Merkmal des § 1 AGG anknüpfen, setzt Winter Media nicht um.
(3) Wirkt der Kunde nicht mit, kann Winter Media die Leistungen bis zur Nachholung aussetzen. Der Vergütungsanspruch bleibt in voller Höhe bestehen, Leistungsfristen verlängern sich entsprechend. Die Folgen für Zusagen richten sich nach § 9.9, die für einen Zahlungsplan nach § 5 Abs. 8 bis 10.
§ 8 Kandidaten, Meldepflicht und Schutzfrist
(1) Kandidat ist jede Person, deren Profil dem Kunden für das im Onboarding festgelegte Stellenprofil übermittelt wurde. Die Übermittlung erfolgt ausschließlich über das Kandidatenportal; maßgeblich ist der dort protokollierte Zeitstempel. Benachrichtigungen über andere Kanäle, insbesondere die WhatsApp-Gruppe, dienen der Information und ersetzen die Übermittlung nicht.
(2) Meldepflicht. Der Kunde meldet jede Einstellung eines Kandidaten innerhalb von drei (3) Werktagen nach beidseitiger Unterzeichnung des Arbeitsvertrags in Textform und markiert den Kandidaten im Portal als eingestellt. Maßgeblich ist die Unterzeichnung, nicht der Arbeitsbeginn. Er informiert Winter Media außerdem unverzüglich, wenn ein Kandidat ihn auf anderem Weg kontaktiert und Einstellungsinteresse besteht.
(3) Einstellung ist jede Begründung eines Arbeits-, Ausbildungs- oder sonstigen Beschäftigungsverhältnisses, einschließlich freier Mitarbeit, zwischen dem Kandidaten und dem Kunden oder einem verbundenen Unternehmen (§§ 15 ff. AktG), unabhängig von Position, Standort und Umfang. Einer Einstellung steht es gleich, wenn eine von Winter Media angesprochene Person auf anderem Weg mit dem Kunden in Kontakt tritt und eingestellt wird.
(4) Eigeninitiative Bewerbung. Bewirbt sich während der Laufzeit oder des Einstellungsfensters eine Person aus eigener Initiative auf das Stellenprofil und wird sie eingestellt, gilt das Ziel einer Zusage nach § 9 als erreicht. Der Kunde meldet solche Bewerbungen nach Absatz 2. Ein zusätzlicher Vergütungsanspruch entsteht hierdurch nicht.
(5) Laufendes Verfahren. Befindet sich ein übermittelter Kandidat bereits in einem laufenden Bewerbungsverfahren beim Kunden, teilt dieser es innerhalb von drei (3) Werktagen in Textform mit und weist es nach. Unterbleibt die Mitteilung, gilt der Kandidat als durch Winter Media vermittelt. Eine frühere, abgeschlossene Bewerbung oder Tätigkeit steht der Vermittlung nicht entgegen.
(6) Schutzfrist. Stellt der Kunde einen übermittelten Kandidaten innerhalb von zwölf (12) Monaten nach der Übermittlung ein, gilt die Einstellung als durch Winter Media vermittelt, auch nach Vertragsende, für eine andere Position, an einem anderen Standort oder nach vorheriger Absage. Ein bereits erstatteter Betrag nach § 9 ist zurückzuzahlen; ein noch offener Anspruch entfällt.
(7) Verschwiegene Einstellung. Meldet der Kunde eine Einstellung entgegen Absatz 2 nicht und nimmt gleichwohl Ansprüche nach § 9 in Anspruch, entfallen sämtliche Zusagen für die betreffende Stelle und bereits erstattete Beträge sind zurückzuzahlen. Ein Anspruch von Winter Media auf Ersatz des hierdurch entstandenen Schadens bleibt unberührt.
(8) Der Kunde gibt Kandidatenprofile nicht an Dritte weiter; verbundene Unternehmen gelten als Dritte. Winter Media darf Kandidaten gleichzeitig anderen Kunden vorstellen; entscheidet sich ein Kandidat anders oder zieht er sein Interesse zurück, bleibt die Übermittlung für § 9 wirksam.
§ 9 Zusagen
9.1 Grundsatz
(1) Zusagen bestehen nur, wenn das Angebot sie ausdrücklich benennt. Mündliche Aussagen, Prognosen, Erfahrungswerte, Referenzzahlen oder werbliche Angaben, auch aus Verkaufsgesprächen und Präsentationen, begründen keine Zusage.
(2) Eine Zusage ändert die Rechtsnatur des Vertrages als Dienstvertrag nicht und begründet keine Beschaffenheitsgarantie. Sie verpflichtet Winter Media allein zu den in 9.2 genannten Rechtsfolgen; weitergehende Ansprüche, insbesondere auf Schadensersatz, sind ausgeschlossen, soweit § 13 nichts anderes bestimmt.
(3) Eine Zusage gilt ausschließlich für das im Onboarding festgelegte Stellenprofil und den dort bestimmten Standort.
9.2 Zusagetypen
(1) Je nach Angebot kommen in Betracht:
Besetzungszusage. Winter Media sagt die im Angebot benannte Zahl erfolgreicher Einstellungen zu. Wird sie nicht erreicht, erstattet Winter Media die Vergütung nach 9.7.
Kandidatenzusage. Das Ziel gilt als erreicht, wenn eine Einstellung erfolgt oder die im Angebot benannte Zahl qualifizierter Kandidaten übermittelt wurde. Wird beides verfehlt, erstattet Winter Media die Vergütung nach 9.7.
Entschädigungszusage. Kommt es nicht zur Einstellung, zahlt Winter Media den im Angebot benannten Festbetrag.
Reichweiten- und Anfragezusage. Wird eine zugesagte Reichweite oder Zahl an Direktanfragen verfehlt, arbeitet Winter Media ohne zusätzliches Honorar weiter, bis der Zielwert erreicht ist; eine Rückerstattung erfolgt nicht.
(2) Bei der Kandidatenzusage zählt jeder übermittelte qualifizierte Kandidat (9.6), auch wenn der Kunde ihn nicht kontaktiert, ihn absagt oder das Verfahren nicht weiterführt.
(3) Ist eine Entschädigungszusage vereinbart, ist der Festbetrag die gesamte Zahlung von Winter Media für die betreffende Stelle; eine Rückerstattung daneben erfolgt nur, wenn das Angebot beides ausdrücklich vorsieht.
(4) Algorithmus- oder plattformbedingte Schwankungen begründen keine Haftung, verpflichten aber zur kostenlosen Weiterarbeit.
9.3 Einstellungsfenster
(1) Ab Beginn der operativen Leistungserbringung (§ 6 Abs. 1) steht dem Kunden ein Einstellungsfenster von sechs (6) Monaten zu, innerhalb dessen eine Einstellung aus den übermittelten Kandidaten das Ziel der Zusage erfüllt. Das Fenster läuft unabhängig von der Laufzeit und endet nicht mit deren Ablauf. Es endet jedoch vorzeitig, wenn Winter Media den Vertrag aus wichtigem Grund kündigt oder der Kunde die Leistung vorzeitig beendet (§ 6 Abs. 5).
(2) Es trägt dem Umstand Rechnung, dass Kandidaten Kündigungsfristen haben. Maßgeblich ist die Unterzeichnung des Arbeitsvertrags innerhalb des Fensters, nicht der Arbeitsbeginn.
(3) Die aktive Suche setzt Winter Media nach Ablauf der Laufzeit nur fort, soweit das Angebot dies vorsieht. Im Übrigen bleibt der Kunde berechtigt, aus den übermittelten Kandidaten einzustellen; die Pflichten nach §§ 7 und 8 gelten während des gesamten Fensters fort.
9.4 Geltendmachung
Ein Anspruch entsteht nicht automatisch. Der Kunde macht ihn innerhalb von vierzehn (14) Tagen nach Ablauf des Einstellungsfensters in Textform geltend; danach entfällt er. Eine Geltendmachung vor Ablauf des Fensters ist unwirksam.
9.5 Mitwirkung als Voraussetzung
Voraussetzung jeder Zusage ist, dass der Kunde seine Pflichten nach §§ 7 und 8 während der Laufzeit und des Einstellungsfensters erfüllt. Er weist dies im Zusagefall nach. Ob eine Pflichtverletzung die Zusage entfallen lässt, richtet sich nach 9.9.
9.6 Qualifizierter Kandidat
(1) Qualifiziert ist jeder Kandidat, der die im Onboarding festgelegten fachlichen und formalen Mindestanforderungen erfüllt. Subjektive Eindrücke aus dem persönlichen Kontakt begründen für sich allein keine fehlende Qualifikation.
(2) Der Kunde lehnt keinen qualifizierten Kandidaten ohne sachlichen Grund ab. Eine Beanstandung als nicht qualifiziert ist innerhalb von drei (3) Werktagen nach Übermittlung im Portal sachlich zu begründen; andernfalls gilt der Kandidat als qualifiziert angenommen.
(3) Ein beanstandeter Kandidat, den Winter Media ersetzt, zählt nicht zur Erfüllung der Zusage.
9.7 Umfang der Rückerstattung
(1) Erstattet wird die für die betreffende Stelle gezahlte Vergütung einschließlich eines darin enthaltenen Media-, Software- oder IT-Budgets. Schließt das Angebot bestimmte Kosten ausdrücklich aus, gilt dieser Ausschluss.
(2) Die Rückerstattung erfolgt innerhalb von dreißig (30) Tagen nach Feststellung des Anspruchs.
(3) Besetzt der Kunde die Stelle während der Laufzeit oder des Einstellungsfensters anderweitig, insbesondere durch eine Direktbewerbung, gilt das Ziel der Zusage als erreicht.
(4) Mit einer erfolgreichen Einstellung auf das benannte Stellenprofil erlischt die Zusage vollständig, auch wenn der Kunde weitere Einstellungen beabsichtigt. Weitere Stellen sind nur Gegenstand einer Zusage, soweit das Angebot dies ausdrücklich vorsieht.
9.8 Verlängerung
Verlängert sich der Vertrag nach § 6 Abs. 3 automatisch und wird die Verlängerungsperiode abgerechnet und bezahlt, entfällt der Anspruch auf eine Rückzahlungs- und Entschädigungszusage für die vorangegangene Laufzeit. Die entgeltliche Fortsetzung ist Indiz dafür, dass die Stelle besetzt wurde oder der Kunde zufrieden ist. Für die Verlängerungsperiode bestehen keine Zusagen, soweit sie nicht erneut ausdrücklich vereinbart werden. Die Nachbesetzungszusage (§ 10) bleibt unberührt. Hat der Kunde einen Anspruch nach 9.4 fristgerecht geltend gemacht, verlängert sich der Vertrag nicht.
9.9 Erlöschen bei Pflichtverletzung
(1) Verletzt der Kunde eine Pflicht nach § 7 erheblich oder wiederholt, fordert Winter Media ihn unter Setzung einer angemessenen Frist zur Abhilfe auf. Die Aufforderung kann mündlich, telefonisch oder über den vereinbarten Kommunikationskanal erfolgen und bedarf keiner Form. Kommt der Kunde ihr nicht nach, erlischt die Zusage, soweit die Pflichtverletzung für das Nichterreichen des Ziels ursächlich war oder sein kann.
(2) Ohne vorherige Aufforderung erlischt die Zusage bei Ablehnung eines qualifizierten Kandidaten ohne sachlichen Grund (§ 9.6 Abs. 2), bei nicht marktgerechten oder nachträglich verschlechterten Konditionen (§ 7.1 Abs. 2), bei einem Verstoß gegen die Strategietreue (§ 7.2 lit. c) sowie bei Zahlungsverzug, den der Kunde nicht innerhalb von sieben (7) Tagen nach Zugang einer Mahnung ausgleicht.
(3) Winter Media zeigt das Erlöschen einer Zusage in Textform unter Angabe der Pflichtverletzung und des Zeitpunkts an. Macht der Kunde nach 9.4 einen Anspruch geltend, prüft Winter Media nach dessen Eingang, ob der Anspruch besteht, und teilt dem Kunden das Ergebnis in Textform mit; eine Ablehnung wird begründet. Der Vergütungsanspruch bleibt unberührt; bei vereinbartem Zahlungsplan gilt § 5 Abs. 8 bis 10.
9.10 Prüfrecht
Winter Media darf die Einhaltung der Prozesse jederzeit sowie bis zu drei (3) Monate nach Ablauf des Einstellungsfensters prüfen, insbesondere durch Einsicht in die Portalprotokolle und Rückfrage bei Kandidaten. Verweigert der Kunde die Prüfung, entfällt der Anspruch.
§ 10 Nachbesetzungszusage
(1) Sieht das Angebot eine kostenlose Nachrekrutierung vor und ist eine Einstellung erfolgt, besetzt Winter Media die Stelle einmalig kostenfrei nach, wenn das Arbeitsverhältnis innerhalb der vereinbarten Probezeit, längstens innerhalb von drei (3) Monaten ab Eintritt, durch Kündigung einer Partei endet.
(2) Der Kunde macht die Nachbesetzung innerhalb von fünf (5) Werktagen nach Zugang der Kündigung in Textform geltend und übermittelt eine Kopie der schriftlichen Kündigung. Eine mündliche oder nicht belegte Beendigung löst die Zusage nicht aus; nach Fristablauf entfällt der Anspruch.
(3) Die Zusage umfasst ausschließlich die Dienstleistungen von Winter Media; Fremd- und Werbekosten trägt der Kunde. Eine Rückzahlung erfolgt nicht.
(4) Für die Nachbesetzung gelten die Pflichten nach §§ 7 und 8 erneut. Es gilt ein Einstellungsfenster von drei (3) Monaten ab Beginn der Nachbesetzung.
(5) Die Zusage entfällt, wenn die Beendigung auf Umständen aus der Sphäre des Kunden beruht, insbesondere auf nicht marktgerechten oder abweichenden Arbeitsbedingungen, oder wenn der Kunde ohne verhaltensbedingten Grund gekündigt hat.
§ 11 Nutzungsrechte
(1) Alle Rechte am Kandidatenportal, an Marken und Software sowie an sämtlichen von Winter Media erstellten Inhalten und Arbeitsergebnissen verbleiben bis zur vollständigen Zahlung bei Winter Media.
(2) Mit vollständiger Zahlung erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht für die vertraglich definierten eigenen Zwecke und für die Dauer des Vertrages. Weitergabe, Bearbeitung oder kommerzielle Nutzung durch Dritte bedürfen der Zustimmung in Textform.
(3) Der Kunde räumt Winter Media das Recht ein, seine Marken, Logos und Kennzeichen im Rahmen der Leistungen zu nutzen, insbesondere in Werbeanzeigen.
(4) Der Kunde gewährleistet, dass von ihm bereitgestellte Inhalte frei von Rechten Dritter und rechtlich zulässig sind, und stellt Winter Media von Ansprüchen Dritter frei. Eine Prüfpflicht besteht für Winter Media nicht.
§ 12 Bewerberdaten und Datenschutz
(1) Die erhobenen Bewerber-, Lead- und Interessentendaten verarbeitet Winter Media als eigenständig Verantwortliche (Art. 4 Nr. 7 DSGVO).
(2) Der Kunde erhält die Daten, die Winter Media nach eigener Qualifizierung freigibt. Ein Anspruch auf Rohdaten oder ungeprüfte Profile besteht nicht.
(3) Der Kunde verwendet Kandidatendaten ausschließlich für die Besetzung der vereinbarten Stelle, gibt sie nicht weiter und löscht sie nach Absage oder Verfahrensende, soweit keine Aufbewahrungspflicht oder ein berechtigtes Interesse entgegensteht.
(4) Lehnt der Kunde einen Bewerber ab und hat dieser der weiteren Verarbeitung zugestimmt, darf Winter Media ihn anderen Kunden vorstellen.
(5) Der Kunde schafft die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen für die Übermittlung personenbezogener Daten Dritter an Winter Media und stellt Winter Media im Innenverhältnis von Ansprüchen Dritter frei, die aus einem von ihm zu verantwortenden Verstoß resultieren.
(6) Soweit Winter Media Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Die Zustimmung ist Voraussetzung für die Aufnahme der Leistungserbringung.
(7) Die Nutzung des Kandidatenportals wird zur Sicherstellung der Verfügbarkeit, zur Fehlersuche und zur Dokumentation der Zusammenarbeit protokolliert.
§ 13 Haftung
(1) Winter Media haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, im Rahmen einer übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet Winter Media nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde vertrauen darf. Die Haftung ist dann auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, der Höhe nach auf die in den zwölf (12) Monaten vor dem Schadensereignis gezahlte Nettovergütung. Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Ausgeschlossen ist, vorbehaltlich Absatz 1, die Haftung für entgangenen Gewinn, ausbleibende oder geringere wirtschaftliche Ergebnisse, Datenverlust, begrenzt auf den typischen Wiederherstellungsaufwand, sowie für Maßnahmen von Plattformbetreibern wie Meta, TikTok oder Google, insbesondere Sperrungen, Shadowbans, Reichweitenverluste oder die Aussetzung von Anzeigenschaltungen. Der Vergütungsanspruch bleibt insoweit unberührt.
(4) Winter Media haftet nicht für die fachliche und persönliche Eignung, die Arbeitsleistung und den Verbleib eines Kandidaten nach der Einstellung sowie nicht für die Richtigkeit der von Kandidaten gemachten Angaben. Die Prüfung von Zeugnissen, Abschlüssen und Nachweisen obliegt dem Kunden.
(5) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen von Winter Media.
§ 14 Vertraulichkeit und Referenznennung
(1) Die Parteien behandeln alle nicht offenkundigen Informationen der jeweils anderen Seite vertraulich; die Pflicht besteht ein Jahr nach Vertragsende fort. Ausgenommen sind allgemein zugängliche oder vorher bekannte Informationen sowie gesetzliche Offenlegungspflichten.
(2) Der Kunde gibt überlassene Zugangsdaten, Materialien und Links nicht an Dritte weiter.
(3) Winter Media darf die Zusammenarbeit und die erbrachten Leistungen zu Referenz- und Werbezwecken beschreiben und dabei Logos, Fotos, Videos und Ergebnisse des Kunden verwenden.
(4) Der Kunde kann diese Einwilligung aus wichtigem Grund in Textform widerrufen; Winter Media nimmt auf seine berechtigten Interessen Rücksicht. Bereits erschienene Druckerzeugnisse sind nicht erfasst. Widerspricht der Kunde vor Vertragsbeginn in Textform, unterbleibt die Referenznennung.
(5) Umfasst die Referenznennung personenbezogene Daten von Mitarbeitern des Kunden, holt dieser deren Einwilligung ein und stellt Winter Media insoweit frei.
§ 15 Höhere Gewalt und Änderung dieser Bedingungen
(1) Winter Media haftet nicht für Verzögerungen aus Umständen außerhalb ihres Einflussbereichs, etwa höhere Gewalt, Störungen des Internets, Ausfälle von Drittanbietern oder behördliche Anordnungen. Leistungsfristen und das Einstellungsfenster verlängern sich um die Dauer des Hindernisses; der Kunde wird über wesentliche Verzögerungen informiert.
(2) Winter Media kann diese Bedingungen anpassen, sofern die Änderung zumutbar ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt, und benachrichtigt ihn rechtzeitig in Textform. Widerspricht er nicht innerhalb von zwei (2) Wochen, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen; hierauf weist Winter Media gesondert hin.
§ 16 Schlussbestimmungen
(1) Erklärungen können in Textform (§ 126b BGB) erfolgen, soweit diese Bedingungen nichts anderes vorsehen. Winter Media kann die im Angebot angegebene E-Mail-Adresse nutzen; Änderungen der Kontaktdaten sind unverzüglich mitzuteilen.
(2) Änderungen und Ergänzungen des Vertrages sowie Nebenabreden bedürfen der Textform. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.
(3) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Vertragssprache ist Deutsch.
(4) Ausschließlicher Gerichtsstand und Erfüllungsort ist, soweit gesetzlich zulässig, Frankfurt (Oder). Winter Media kann den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand in Anspruch nehmen.
(5) Ist eine Bestimmung unwirksam, bleibt der übrige Vertrag wirksam. Die Parteien ersetzen sie durch eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für Regelungslücken.
Gültig ab dem 26.10.2026
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Aktuelle Fassung – gültig ab 26.10.2026: AGB als PDF herunterladen
Frühere Fassung – Stand 02.08.2026, gültig bis 25.10.2026